Kirby Mouse Attack (DS) Japan-Import

Spieleinfos
 Boxart (JAP)
Entwickler: Flaghship
Publisher: Nintendo

Spieleranzahl: 1-4
Genre: Jump'n'Run

Einer von Nintendos altbekannten Spielhelden ist Kirby. Der kleine knuddelige Held, der seinen ersten Auftritt auf dem Gameboy feierte, war ursprünglich nur als Platzhalter gedacht, aber da die Figur unter den Entwicklern großen Anklang fand, bekam die laufende Kugel seine jetzige Rolle. In fast zwanzig Titeln war er die Hauptfigur, darunter nicht nur Jump'n Runs, sondern auch in Puzzle- und Golfspielen. In Japan erschien vor Kurzem ein neuer Titel mit unserem Lieblings-Luftsack in der Hauptrolle, welcher im Gegensatz zum Vorgänger ein stilechtes Jump'n Run ist. Hoshi no Kirby Sanjyo, oder Kirby Squeak Squad wie das Spiel hierzulande heißen wird, setzt auf Kirbys traditionellen Fähigkeiten wie Fliegen und Gegner einsaugen.

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Spielinhalt: 

Die Story ist schnell erzählt: Während Kirby eines Tages auf der Wiese ein riesiges Stück Erdbeertorte verputzen möchte, verschwindet dieses vor seinen Augen! Ohne lange zu überlegen, spurtet Kirby nun zu König Nickerchens Schloss, da er den Bösewicht hinter der Untat vermutet.

Dabei besucht der Spieler mit Kirby verschiedenste Level in unterschiedlichen Umgebungen. Diese sind allesamt sehr hübsch gestaltet und sind mit unterschiedlichen Gegnern bevölkert. Ihr könnt sie ausschalten, indem ihr sie einsaugt und auf andere Gegner schleudert oder indem ihr durch Druck des Steuerkreuzes nach oben Luft einsaugt und die Gegner so bekämpft. Wie auch schon in den Vorgängern kann Kirby die Fähigkeiten bestimmter Gegner annehmen, um sich so noch besser seine Haut zu schützen. Insgesamt warten auf den Spieler 25 Fähigkeiten, die ausprobiert werden möchten. Manche sind allerdings recht schwer zu erhalten, da die Gegner sich bekanntlich von Level zu Level unterscheiden. Unter den Fähigkeiten befinden sich solche Selbstverständlichkeiten wie Feuer- und Eis-Kirby, aber auch außergewöhnlichere Möglichkeiten werden geboten. So verwandelt sich Kirby beispielsweise in einen Link-Verschnitt, wenn er einen Schwertkämpfer verschluckt oder in einen Ninja, wenn er dieselbigen absorbiert. Dann kann er nicht nur mit Ninja-Sternen werfen, sondern sogar über Wasser laufen. Jede Transformation bietet unterschiedliche Angriffe, die leicht von der Hand gehen. Die jeweiligen Angriffe einer Verwandlung werden übrigens durch Betätigen der Start-Taste im unteren Bildschirm angezeigt, sodass man sich bestens auf die Gegnerbekämpfung vorbereitet ist. Karate-Kirby kann zum Beispiel ganz normal zuschlagen, wenn man B drückt, in der Luft führt er dann einen Uppercut aus und bei langem Halten der B-Taste, schießt er einen Energieball ab, Street Fighter lässt grüßen.
Gegner, die aufgesaugt werden, verwandeln Kirby durch Drücken des Steuerkreuzes nach unten. Oft findet man allerdings Fähigkeitssymbole, die in Luftblasen herumschweben - wenn Kirby diese aufsaugt, landen sie in seinem Magen. An dieser Stelle kommt der Touchscreen ins Spiel, bis zu fünf Gegenstände können in diesem "Inventar" gleichzeitig verstaut werden, die durch Berühren aktiviert werden. So lassen sich schnell die Fertigkeiten wechseln. Hat man zu viele Fähigkeiten im Bauch, lassen sich zwei davon zu einer neuen Fähigkeit verbinden, die neue Fertigkeit wird dabei allerdings nur zufällig ausgewählt. Neue Bonus-Fähigkeiten, die durch Kombination entstehen gibt es nur zwei, die allerdings erst verdient werden müssen. Heil-Items lassen sich ebenfalls im Inventar lagern, es finden sich neben serientypischen Tomaten und Fläschchen auch Kirschen und Fleischkeulen, die jeweils unterschiedlich viel Gesundheit aufladen.

In fast jedem Level finden sich ein bis drei Schatzkisten, von denen im gesamten Spiel 120 Stück vorhanden sind und die beim Aufsammeln ebenfalls in Kirbys Bauch landen. Die Kisten enthalten sammelbare Goodies, die in der Levelübersicht betrachtet werden können. Darunter befinden sich freischaltbare Musikstücke, Fähigkeiten-Schriftrollen, die für die jeweilige Fähigkeit einen Spezialangriff freischalten, Spraydosen mit denen man Kirby einfärben kann und noch einiges mehr. In den meisten Levels ist eine dieser Kisten groß und wird von einem Mitglied der namensgebenden Squeak Squad bewacht. Meistens läuft es so ab, dass man sich die große Kiste schnappt und ein großer Gegner erscheint und sie dem Spieler abjagen will. Jetzt kann man einfach zum Levelausgang flüchten oder den Gegner bekämpfen, wird man vom Bösewichtverwundet, verliert man die Kiste, die von dem Gegner aufgeschnappt und in ein Versteck gebracht wird. Hat man den Gegner nicht davon abgehalten, muss man ihn in einer gesonderten Stage bekämpfen, um die Kiste abzujagen.
Am Ende jeder Welt befindet sich wie gewohnt ein Endgegner, einige von ihnen werden Serienkennern sicher bekannt vorkommen.

Nach einmaligem Durchspielen ist das Spiel aber noch nicht vorbei. Ein Multiplayer-Modus, indem man entweder gegen bis zu vier menschliche Kontrahenten oder gegen Computergegner Kuchen verputzt oder auf sich einem Stern fliegend versucht von einer Plattform zu schubsen sorgen für weiteren Spass. Hat man auf die kleinen Minispielchen keine Lust, kann man das gesamte Spiel auf Zeit durchspielen oder die Endgegner in einem gesonderten Modus nacheinander plattmachen.

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Grafik: 

Die gewohnt zuckersüße Grafik mit ihren putzigen Animationen weiß auf jeden Fall zu gefallen. Nichts in dem Spiel ist nicht knuffig, selbst die Gegner sehen nicht bösartig aus. Jede der acht Welten unterscheidet sich von den anderen durch die grafische Gestaltung. Von düsteren Höhlen, über Dschungel- bis zu Wolkenlevels wird viel Abwechslung geboten. Am gelungensten sind die vielen Verwandlungsmöglichkeiten Kirbys, die alle mit ihren eigenen flüssigen Animationen aufwarten.

Sound: 

Die Musik ist gut gelungen, viele bekannte Stücke finden sich wieder. So ist die Levelabschlussmelodie, bei der Kirby herumtanzt, die gleiche wie in den Vorgängern. Insgesamt passt die Musik sehr gut zu dem Titel, während in der Levelübersicht eine ruhige Melodie erklingt, ist in einem futuristischen Level auch eine dementsprechende Musik zu hören. Während der Endgegnerkämpfe wechselt der Soundtrack zu schnelleren Stücken, die den Spieler in Atem halten.

Steuerung: 

Gesteuert wird das Spiel mit den Tasten, es kommen neben dem Steuerkreuz lediglich drei weitere Tasten ins Spiel, die regelmäßig gebraucht werden. Eine Taste zum Springen, eine um Gegner einzusaugen beziehungsweise eine Attacke vom Stapel zu lassen und schließlich eine Taste, um sich der aktuellen Fähigkeit zu entledigen. Die Touchscreen-Nutzung ist minimal, da die Items in Kirbys Bauch ziemlich groß geraten sind, kann man diese im Eifer des Gefechts auch mit dem Daumen aktivieren, was durchaus gut gelungen ist.

Fazit: 

Wer von der Knuddelgrafik nicht angetan ist, wird an dem Spiel garantiert keine Freude haben. Alle anderen erwartet ein sehr gutes Jump'n Run, das allerdings auch sehr einfach geraten ist. Heil-Items finden sich zu Genüge, beendet man einen Level mit einer nicht vollen Gesundheitsleiste, lässt man sich aus einer Kanone in Richtung eines Heilitems oder eines Extra-Lebens abschießen. Will man allerdings alle 120 Kisten einsammeln, muss man schon eher seine grauen Zellen anstrengen, wirklich schwer wird es dabei allerdings auch nicht. Insgesamt ist der Titel aber trotzdem zu empfehlen, denn trotz des niedrigen Schwierigkeitsgrade - den Kirby Jump'n Runs schon immer boten - hat man sehr viel Spass bis zum Abspann.


Pro & Contra

+ Hübsche Grafik
+ Gewohnter Kirby Charme
+ Viele Verwandlungen

- Ziemlich einfach
- Geringer Multiplayer-Umfang

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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