Metroid Prime 3: Corruption (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Retro Studios
Publisher: Nintendo
ab 16
Spieleranzahl: 1
Genre: Adventure

Mit dem neuesten Teil der Metroid Prime-Reihe erwartet euch sogleich der Abschluss der Prime-Trilogie innerhalb der Metroid-Serie. Ob der Titel der erhoffte Kracher geworden ist oder man ihn lieber den Metroids zum Fraß vorwirft, erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Gleich vorweg: Es ist nicht unbedingt zwingend nötig, die ersten beiden Teile für den GameCube durchgespielt beziehungsweise überhaupt einmal auf seinen Zocker-Bildschirm bekommen zu haben, um mit diesem Spiel seinen Spaß zu haben, dennoch kann es nicht schaden, denn nur so entfaltet sich die volle Geschichte.

Zu Beginn seid ihr im Auftrag der Galaktischen Förderation unterwegs, die einige Probleme mit den üblen Weltraumpiraten hat. Diese haben einen Bio-Virus verbreitet, der das komplette Kommando-Netzwerk zusammenbrechen ließ und gerade als man euch und drei weiteren Kopfgeldjägern den Auftrag zur Beseitigung des Virus übergeben will, wird die Flotte der Föderation und deren angrenzenden Planeten angegriffen, ergo erkundet ihr nicht nur einen Himmelskörper wie in den Vorgängern, sondern gleich mehrere. Also nichts wie ran ans Werk.

Eure Aufgabe ist es nun, die Planeten von der Verseuchung durch einen riesigen Meteroiden zu befreien. Serientypisch ballert und hüpft ihr durch die Levels, verwandelt euch in den Moprhball und benutzt weitere Gadgets, um somit Rätsel zu lösen, um in den einzelnen Räumen weiterzukommen. Hier kommt auch die Hauptneuerung ins Spiel, und zwar könnt ihr euch aufgrund einer Phazon-Infektion in einen Hypermodus versetzen, um beispielsweise Objekte aus dem Weg zu räumen, die vorher unzerstörbar schienen, jedoch zehrt dieser an eurer Lebensenergie, daher ist der Einsatz mit Bedacht anzuwenden.

Solltet ihr mal nicht weiterkommen, benutzt ihr einfach euren Scan-Vizor, der euch Informationen über allerhand Objekte bietet und auch Schwachstellen der Gegner aufzeigt. So erfahrt ihr beispielsweise, dass ihr Gegnern die mit einem Schild gerüstet sind, diesen einfach mitteln neuem Grapple Lasso aus der Hand reißen könnt, um sie danach ungeschützt zu erledigen. Ebenfalls neu ist die Tatsache, dass Waffen-Upgrades die schwächere alte Version ersetzen, somit müsst ihr nicht mehr zwischen den einzelnen Waffen wie in den Vorgängern hin- und herwechseln. Hinzu kommt eine weitere Neuerung: Mittels Kommando-Vizor könnt ihr euer Raumschiff nun fernsteuern, um dieses an eine neu entdeckte Landestation zu rufen oder größere Objekte mittels Raketenbeschuss zu zerstören.

Doch das Leben ist nicht nur Eitel-Sonnenschein, denn auch der dritte Teil der Serie hat seine Macken: Manchmal ist das Design einiger Räume so konfus, dass ihr erst nach minutenlangem suchen wisst, wie es weitergeht. Ebenso stören euch teilweise Gegner, die immer wieder im Level spawnen, obwohl ihr schon ein Duzent von ihnen erledigt habt. Zudem kommt die Konsole manchmal nicht mit dem Laden hinterher, obwohl man schon vor einer Weile auf eine Tür geschossen hat, damit sich diese endlich öffnet (Laufwerk-Rattern lässt grüßen).

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Grafik: 

Einerseits erwartet euch zwar kein Highlight, dennoch wird euch für Wii-Verhältnisse immernoch einer schicke Optik geboten, mitsamt hübscher Partikeleffekten und detaillierter Levelbepflanzung. Ebenso bieten die jeweiligen Planeten optische Abwechslung, damit ihr direkt wisst, wo ihr euch gerade befindet. Während des Spielverlaufs gibt es keine größeren Ruckler und das Spiel bleibt stets flüssig, was wohl aufgrund der teilweise vorkommenden matschigen Texturen in Großansicht erkauft worden ist.

Sound: 

Bei der Beschallung auf eure Ohren erwarten euch die urtümlichen Jingles der Serie, sowie ein passend abgestimmter Soundtrack, der zu jedem Level und dessen Gegebenheiten passt. Die englische Sprachausgabe der Charaktere kann sich qualitativ ebenfalls sehen lassen, lediglich Samus bleibt erneut stumm, mal abgesehen von den Kreischern bei einigen Treffern. Technikfans kommen mit Dolby Pro-Logik II auf ihre Kosten.

Steuerung: 

Hierbei hat man sich echt ins Zeug gelegt. Im Optionsmenü lassen sich insgesamt drei verschiedene Steuerungsarten einstellen. Die Anfänger-Steuerung verlangt beispielsweise, dass ihr bis zum Bildschirmrand mit eurem Cursor fährt, ehe sich die Blickrichtung ändert, während die kleinste Bewegung auf der Profi-Variante ausreicht. Neulinge schalten sich zudem die Lock-On Funktion hinzu, die automatisch die Gegner anvisiert, während die Alternative hierzu darin besteht, zwar Gegner anzuvisieren, nebenbei aber das Zielkreuz frei zu bewegen, um beispielsweise den Gegner nebenan zu beharken.

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Fazit: 

Mit dem dritten Teil erwartet euch ganz klar der beste Teil der Serie, vor allem wegen der genialen Steuerung, die sich an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt, jedoch auch eine längere Eingewöhnungszeit erfordert. Nebenbei müsst ihr noch euren Hirnschmalz anstrengen und nicht nur blind umherballern wie in manch anderen Titeln, um erfolgreich zu sein. Somit ist der Titel jedem Action-Freund und Serienveteran wärmstens ans Herz gelegt, denn etwas besseres findet man auf der Wii derzeit nicht.


Pro & Contra

+ Geniale Steuerung
+ Dichte Atmosphäre
+ Freischaltbare Extras

- Kein Mehrspieler-Modus
- Knackige Endboss-Fights
- "nur" 20 Stunden Spielzeit

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
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