Sonic Rush Adventure (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Sega
Publisher: Sega
ab 6
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Jump'n'Run

Nachdem in jüngster Vergangenheit diverse Sonic-Spiele auf anderen Plattformen in gewisser Weise "in den Sand gesetzt" wurden, blieb die Frage offen, ob das Sequel zu Sonic Rush nicht das gleiche Schicksal widerfahren würde. Wie das fertige Spiel geworden ist, erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Nach einem Schiffbruch finden sich Sonic und Tails auf Souther Island wieder, wo sie direkt von der leicht aufdringlichen Marine begrüßt werden. Diese hat seit geraumer Zeit den großen Wunsch, die Welt zu entdecken, weswegen sie ein Boot bauen möchte. Da es aber ein Problem beim Auftreiben diverser Baumaterialien gibt, entschließen sich Sonic und Tails in witzigen Dialogen kurzerhand, ihr zu helfen.

Nach einem Tutorial und den ersten gesammelten Bauteilen kommt auch schon der eigentliche Unterschied zu "normalen" Sonic-Spielen, denn ihr rennt nicht einfach durch einen Level in den nächsten, sondern müsst auf einer Weltkarte die nächsten Ziele mittels eurem jüngst gebautem Wasserflitzer selbst wählen.

So zeichnet ihr mittels Stylus auf dem Touchscreen die gewünschte Route ein und düst anschließend mit dem Boot in einem 3D-Level über das Wasser, bei dem ihr Gegnern ausweichen und Ringe sammeln sowie Rampen benutzen könnt, um Tricks auszuführen. Als Hauptausgangspunkt dient hierbei das Haus von Marine, welches sich inmitten von Southern Island befindet, wo sich auch der einzige Speicherpunkt des Spiels finden lässt.

Abgesehen von diversen versteckten Inseln sind die Haupt-Inselwelten widerrum in einzelne Level-Abschnitte unterteilt, an deren Ende jeweils eine Schatztruhe mit Baumaterialien darauf wartet von euch geöffnet zu werden. Und da bei einem Jump & Run der Typ Endboss nicht fehlen darf, trefft ihr auf solchen auch auf jeder Haupt-Insel an.

Habt ihr letzten Endes genug Materialien zusammen, stehen euch im weiteren Verlauf neben einem einfachen Wasserflitzer auch noch ein Segelboot sowie ein Lufftkissenboot, geflogt von einem U-Boot zur Verfügung, welche unter anderem die Reichweite für eure Bootsfahrten zu den Inselwelten erhöhen oder mit denen ihr auf Gegner schießen könnt.

Damit euch neben dem Erforschen der einzelnen Inseln nicht langweilig wird, könnt ihr nebenbei auch noch einige Missionen in Marine's Haus annehmen, die erst nach einiger Zeit für euch bereitstehen. Diese gestalten sich unter anderem so, dass ihr zu einer bereits gelösten Insel zurückkehren müsst und dort beispielsweise den Boss erneut erledigt, wofür ihr allerhand witzige Goodies wie einen Dinosaurier für eure Insel spendiert bekommt. Zu guter Letzt fügt sich im späteren Spielverlauf dann noch Blaze the Cat als spielbarer Charakter für die Jump & Run Levels in die Riege ein.

Andernfalls begebt ihr euch auf Highscore-Jagd in den einzelnen Abschnitten und versucht, eine A-Bewertung zu erhalten. Falls ihr euch mit Anderen weltweit messen wollt, könnt ihr eure schnellste Zeit zudem via Wi-Fi Connection ins Internet laden und die Zeiten vergleichen.

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Grafik: 

Die Optik beider Level-Arten wurden liebevoll gestaltet und glänzt mit vielen Details in der Levelumgebung. Auch die 3D-Engine kommt ihrem Dienst ordentlich nach und für DS-Verhältnisse richtig hübsch anzusehen. Ebenso wurden beide Bildschirme sinnvoll genutzt, so rennt ihr in den Jump & Run Levels schon einmal von dem unteren Bildschirm in den oberen. Bei den 3D-Levels wird im oberen dann eine Karte eurer aktuellen Route eingeblendet.

Sound: 

Auch der Sound weiß zu gefallen und wartet mit passender Untermalung zu den einzelnen Levels auf. Trotz des seichten Karibik-Gedudels geht der Sound euch mit längerer Spielzeit nicht auf die Nerven. Auf Sprachausgabe wurde verständlicherweise verzichtet.

Steuerung: 

Gesteuert wird in den Jump & Run Bereichen wie bei einem klassischen Genre-Vertreter, hinzu kommt aber eine Spannungsanzeige, die sich auffüllt, wenn ihr unter anderem Gegner verhaut oder Tricks macht. Wenn die Spannungsanzeige gefüllt ist, könnt ihr Special-Moves wie den Feuerschub ausführen. In den 3D-Levels, bei denen ihr mit eurem Boot unterwegs seid, wird allerdings auf eine Stylus-Steuerung zurückgegriffen, die sehr gut funktioniert. Ihr lenkt mit dem Hin- und Herfahren des Stylus die Boot-Position, welches auf einer vorgegebenen Strecke durch das Level fährt, so braucht ihr euch nur noch darauf zu konzentrieren, Ringe zu sammeln und diversen Hindernissen auszuweichen.

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Multiplayer: 

Hier könnt ihr euch mit einem Freund entweder in einem Rennen durch die verschiedenen Gebiete messen oder sehen, wer mehr Ringe in einem Level ausgesammeln kann. Das Ganze funktioniert sowohl Online als auch Lokal mit Multikarten- oder Download-Spiel, falls euer Kontrahent das Spiel nicht besitzt.

Fazit: 

Im Vergleich zu den jüngsten Fehltritten der Sonic-Macher ist Sonic Rush Adventure eine richtige Bombe geworden. Mit den rasanten Flitzereien durch die Levels sowie der Weltkarte, die zum freien Erkunden einlädt, wird euch stundenlanger Spielspaß geboten und sei hiermit jedem Jump & Run Fan ans Herz gelegt.

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an die PR-Abteilung von Sega für die Bereitstellung eines Testmusters.


Pro & Contra

+ Klassisches Sonic-Gameplay
+ Viele versteckte Inseln
+ Hübsche Grafik

- Kein Auto-Save
- Diverse Trial & Error Passagen

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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