Spectrobes (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Jupiter Corporation
Publisher: Disney Interactive
ab 6
Spieleranzahl: 1
Genre: Rollenspiel

Pokemon machte den Anfang und viele Konkurenten sollten folgen. Spiele rund um das Einfangen, Aufziehen und Kämpfen von Monstern sind besonders beliebt - nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Entwicklern.
Der neueste Titel in diesem Genre stammt von Disney Interactive und der Jupiter Corporation. Wie gut sich Spectrobes gegen den Nintendos Vorzeige-Monster schlagen, erfahrt ihr in diesem Test.

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Spielinhalt: 

Als jugendlicher Officer der Interplanetaren Raumschiffpatrouille gilt es tatsächlich sofort mit seiner Partnerin Jenna aufzubrechen und ein unbekanntes Objekt zu finden dass auf dem Planeten Genshi im System Nanairo erspäht wurde. Natürlich schnellstens aufgebrochen landet man mit dem Patrouillenkreuzer auf Genshi während einem die Charaktere die Umstände erklären. Mit Rallen erblickt man flott das unbekannte Objekt, welches sich als Rettungskapsel entpuppt. Da Rallen natürlich, wie kann es anders sein, ein neugieriger Kerl ist, hebt er den funkelnden Gegenstand auf dem Boden vor der Kapsel auf und besiegelt damit sein Schicksal. Es handelt sich nämlich um einen Prizmod, der Aufbewahrungsstation der legendären Spectrobes. Sofort braust eine eigenartige, schwarze und scheinbar lebendige Windhose auf Rallen zu, die sich als Vortex entpuppt, der die garstigen Krawl beherbergt; widerliche Aliens die ersuchen jeden einzelnen Planeten zu verschlingen. Rallen kann sich dieser, mit den mächtigen Spectrobes Zozane und Spikan aus dem Prizmod, entledigen; und wird kurz darauf von dem alten Mann, Aldous, aus der Rettungskapsel aufgeklärt: Er kommt von einem Planeten der kurz davor von ebendiesen Krawl verschlungen wurde und sieht nun in Rallen Hoffnung der scheinbar die Gabe besitzt mit den Spectrobes zu kommunizieren. Der Verdacht erhärtet sich zusätzlich als Rallen ein Fossil ausgräbt, und Kraft seiner Stimme dieses zum Leben erweckt.

Steigt man aus dem Raumschiff aus, nachdem man sich durch die Dialoge der Charaktere geklickt hat, schlägt einem erst einmal die Wucht der malerischen Welt entgegen; in der es anfangs zugegeben nur regnet, dies aber auf entzückende und eindrucksvolle Weise. Schnell wird der junge Officer ins Kampfgeschehen geschmissen, kann jedoch sofort loslegen da die Steuerung trotz den Funktionen des DS so simpel wie möglich gehalten wird. Rallens Spectrobes, zwei können in einem Kampf eingesetzt werden, kämpfen immer an seiner Seite und wenn er sich bewegt bewegen sie sich ebenfalls. Etwas mehr Bewegungsfreiheit könnte zwar nicht schaden, jedoch wird diese durch mächtige Spezialattacken mehr als wett gemacht. Spectrobes können beispielsweise Teamattacken oder einzeln ihre Spezialttacken durchführen, die den Krawl Hören und Sehen vergehen lassen werden. Diese müssen allerdings aufgeladen werden, jedoch entfesseln sich so unter anderem hitzige Vulkanausbrüche, heftige Blizzards, pure Energiestöße oder der Zorn des Blitzes ; es ist allerdings sicher umkomplizierter und spontaner, wenn auch weniger eindrucksvoll, normale Attacken auf den unheimlichen Gegner niederprasseln zu lassen. Einige Spectrobes haben zudem noch besondere Fähigkeiten, wie Bartolor, der sich in einen lebendigen Kreisel verwandeln kann und den Gegnern so beständig Schaden zufügt. Als Kampfgefährte kann ein Spectrobe erst dienen sobald er seine zweite Stufe, die Sekundärstufe, erreicht hat. Vorher ist er nur ein sogenanntes Such-Spectrobe. Rallen trägt ein solches immer bei sich, um neue Fossilien oder Mineralien auffinden zu können. Sobald das hinter der Hauptperson hertrabende Kerlchen angetippt wird beginnt dieses in einem bestimmten Umkreis, der von den Fähigkeiten des Spectrobes abhängt, nach diesen Materialien zu suchen. Wird es fündig blinkt die betreffende Stelle auf und kann angetippt werden um in den Ausgrabungsbildschirm zu gelangen.

Nun wird die Geschicklichkeit des Spielers angeheizt: Er muss nun mit verschiedenen Werkzeugen, z.b Bohrer oder Gebläse, das Fossil oder das Mineral freilegen. Hat er dies erfolgreich geschafft bekommt er Erfahrungspunkte für das Graben und das betreffende Ausgrabungsstück. Wenn es ein Fossil war, kann es im Labor aufgeweckt werden. Hierzu plappert(oder pustet) der Spieler auf das noch nicht lebendige Etwas so lange ein bis dieses aus seinem urzeitlichen Schlaf erwacht. In dieser Form noch ein Such-Spectrobe, kann es im Inkubator mit den Mineralien, die auch ausgegraben werden können, gefüttert werden. Diese steigern bestimmte Werte, und sobald das Spectrobe entsprechend gesättigt wurde, genug Zuneigung erfahren hat und sich einige Zeit im Inkubator aufgehalten hat, evolviert es zur kampfbereiten Sekundärstufe. Es kann auch die sehr mächtige Tertiärstufe erreicht werden, jedoch muss diese Möglichkeit erst mit einem bestimmten Kubus freigespielt werden. Kuben sind wertvolle und seltene Minerale, die, sobald von Aldous analysiert, verschiedene Spielinhalte freischalten. Es sind zum Beispiel bei jedem Exemplar von Spectrobes vier Karten enthalten die, sobald der Kubus für die Karteneingabe gefunden wurde, starke Spectrobes und Items erzeugen.
Bald darauf wird auch Rallens Heimatplanet von den dunklen Stürmen heimgesucht. Er muss sich auf den Ansturm vorbereiten und erhält den Auftrag das Nest der Biester zu finden um sie endgültig zu vernichten, schließlich hat er alleine die Kraft der Spectrobes. So zieht er los und besorgt sich Ausrüstung, die in Blaster, Schwert, Handschuh und Rüstung unterteilt werden. Diese sind jeweils in verschiedenen Stufen zu ersteigern. Ein besonderes wenn auch seltsames Merkmal des Spieles ist, dass die Waffen Rallens den Krawl kaum bist überhaupt nicht schaden können. Eventuell könnte es eine besondere Herausforderung für erfahrene Spieler darstellen, nur mit diesen Waffen, aber ohne Spectrobes zu kämpfen. Oder diese Waffen wurden einfach sinnlos kreiert und es ist zwecklos den horrenden Preis dafür zu bezahlen.
Schon nach kurzer Zeit hat man auch den Wifi-Modus des Spiels erhalten und kann sich neue Spielinhalte downloaden oder mit anderen Spielern Spectrobes tauschen und gegeneinander kämpfen lassen. Es können unter anderen Spectrobes oder Videos empfangen werden, letztere können allerdings nicht gespeichert werden.

Auf seinem Abenteuer findet sich Rallen in verschiedenen Schauplätzen wieder, darunter lassen sich heisse Berge, sandige Ruinen und eiskalte Höhlen finden. Diese einzelnen Dungeons sind nicht wirklich riesig, es herrscht kaum die Gefahr sich zu verlaufen, Gegner können leicht umgangen werden, und die nichtgewonnene Erfahrung durch einen vermiedenenen Kampf kann dadurch zurückerobert werden in dem man seine Schützlinge einfach ein paar Minerale schlucken lässt. In den bevökerten Ortschaften Nanairos trifft Rallen auf einige NPCs, die allerdings lieb- und einfallslose Sätze von sich geben und vor allem das Wort "Heidenangst" gebrauchen. Viele dieser Figuren geben exakt die gleichen Sätze von sich und man wird von dem Gefühl nicht losgelassen die belebten Gegenden so schnell wie möglich zu verlassen und den Kampf in den abgelegenen Orten zu suchen und mit der ungeheuren Macht seiner Kampfgenossen alles kurz und klein schlagen zu wollen.

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Grafik: 

Allein die Polygon-Spectrobes im Inkubator anzusehen macht ungemeinen Spass; und es erfüllt einen mit Stolz, sein neues, sich in der Tertiärstufe befindenden, Spikanor zu bewundern wie es ein Stückcken Fluorit frisst. Die Charakterdesigns sind sehr schön geworden und der Anstieg der Macht bei den einzelnen Evolutionsstufen ist sehr gut zu erkennen. Auch im Kampf machen die kräftigen Wesen eine gute Figur, obwohl einige Spezialeffekte die Grafikpower des DS nicht völlig ausreizen. Auch die Schauplätze wirken sehr steril und leblos. Jedoch kann man darüber leicht hinwegsehen wenn einen das Gameplay hinfortreisst und einen die Sammelsucht packt.

Sound: 

Wie in vielen Aspekten dieses Spiels lässt sich auch der Sound mit den eingängigen Melodien aus Pokemon vergleichen; sie gehen ins Ohr und werden nicht nervtötend, es scheint hingegen häufig angenehm und es entsteht dieser typische Sammelspiel-Flair, weil der gesamte Mix stimmt.

Steuerung: 

Die Steuerung wird sehr einfach und unkompliziert gehalten; des einen Leid, des anderen Freud': Ein Spieler freut sich über das vorgegebene Bewegungsraster und sieht lieber den schönen Moves zu die von den Spectrobes durchgeführt werden, der andere hätte gerne mehr Bewegungsfreiheit und mehr Kontrolle über seine Wesen. Attackiert wird mit den Schultertasten; R für den rechten Spectrobe, L für den Linken. Die Charaktere werden mit dem Steuerkreuz bewegt und zum Auswählen, Gegenstände einkaufen, Radar einschalten, und natürlich für die Ausgrabungen wird der Touchscreen betätigt. Insgesamt eine gute Mischung der Steuerelemente, wenn sie auch ermüdend wird, nachdem man das Xte Fossil oder Mineral ausgegraben hat, auch wenn es später ein automatisches Ausgrabungsgerät gibt.

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Fazit: 

Zuerst noch klein und niedlich, werden aus den Zöglingen zügig gigantische Kreaturen, mit denen es immer und immer wieder Spass macht zu kämpfen und diese anzusehen. Es gibt immer wieder Abwechslung, vor allem auch durch die Möglichkeit der Spezialteile, mit denen die Tierchen ausgerüstet werden können. Manchmal wird einem das ein oder andere Level zu langweilig, da die Umgebung sich minmal, eigentlich aber kaum verändert. Die Quests und der Storyverlauf wirkt etwas träge und das Verhalten der nicht-spielbaren-Charaktere ist durch Einfallslosigkeit sehr ermüdend. Jedoch ist das Spiel, ähnlich wie auch bei Pokemon, noch lange nicht beendet wenn die Story durchgespielt wurde; unzählige Spectrobes wollen gefüttert, trainiert und evolviert werden. Das Spiel fesselt einen nicht so lange wie Pokemon an den Handheld, jedoch ist es ein spannender Zeitvertreib und eine erfreuliche Überbrückung der Wartezeit auf Pokemon.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ Einfallsreiches Charakterdesign
+ Großer Umfang
+ Netter Touchscreen-Gebrauch

- Sterile Umgebung
- Langweilige Dungeons
- Leichte Kämpfe

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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