XIII (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
ab 16
Spieleranzahl: 1
Genre: Ego-Shooter

Es gibt mittlerweile viel zu viele Ego-Shooter auf dem Videospielmarkt. Damit sich ein neuer Ableger in dieser Kategorie von der Masse abhebt, muss er schon etwas besonderes bieten. Und genau das macht XIII.

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Spielinhalt: 

Wer bisher noch nichts von der Story des Spiels mitbekommen hat, dem sei soviel verraten: Euer Alter Ego wird total benommen an einem Strand von einer Rettungsschwimmerin gefunden. Diese bringt euch in eine Strandhütte, wo ihr letztendlich zu euch kommt. Wie es scheint, hat euer Charakter sein Gedächtnis verloren. Der einzige Anhaltspunkt ist ein Tattoo auf eurer Brust mit der Kennung XIII, sowie ein Schlüssel, den die Rettungschwimmerin bei euch gefunden hat.

Doch damit nicht genug. Gerade als ihr aufstehen möchtet, fallen Schüsse, welche eure Lebensretterin tödlich verletzen. Und genau hier setzt das Spielgeschehen ein. Später fallt ihr dem FBI in die Hände, welche euch am Mord des Präsidenten der USA beschludigen. Gerade das ist die Besonderheit an XIII, dass man zu Spielbeginn so gut wie nichts über die Geschichte weiss und sich alles erst nach und nach zusammensetzt.

Zuweilen stört der knackige Schwierigkeitsgrad, welcher manche Situationen in ein "Try & Error" Verfahren verkommen lässt. Hinzu kommen die fast schon ordinär langen Ladezeiten mit knapp 15 Sekunden, welche den heutigen GameCube-Standarts nicht gerecht werden.

Hier macht sich bezahlt, dass der Spieler anfangs kaum Hintergrundinformationen zu der sehr geschickt gestrickten Handlung hat. Denn so lockt das Spiel immer wieder an den Controller, nur um zu erfahren, wie es weitergeht.

Währrend der Levels bekommt euer Charakter an bestimmten Stellen Flashbacks, bei denen wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit zurück ins Gedächtnis gerufen werden. Hier erfährt man einige Interesante Details, welche die Spieltiefe immer mehr verstärken.

Das Speichersystem ist leider etwas seltsam ausgefallen. So bestätigt man nach erfolgreichem Laden des Spielstandes mit "Weiter gehen". Im Grunde eigentlich garnicht so schlimm, was aber viel ärgerlicher ist: Es existiert kein automatisches Speichern nach den einzelnen Abschnitten, was den vergesslichen Spieler ziemlich bestraft.

Solltet ihr ein schwaches Gemüt haben, könnt ihr im Optionsmenü eine Kindersicherung anschalten, mit welcher deftige Szenen einfach weggelassen werden. Darunter zählen rote Pfützen unter einem erledigten Gegner oder die Comic-Einblendungen, wenn ihr euren Feinden z.B. mit einem Snipergewehr in den Kopf geschossen habt.

Ein Online-Multiplayer-Modus erwartet euch in der GameCube-Version zwar nicht, dennoch könnt ihr euch heisse Gefechte im Splitscreen-Modus liefern, in welchem sich bis zu 4 Bots hinzuschalten lassen. Auch hier bleibt das Geschehen stets flüssig und die Übersicht geht selbst bei 4 Spielern nicht verloren.

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Grafik: 

Ein Ego-Shooter in Comic-Grafik ist auf jeden Fall mal was anderes. Zudem sieht die Umgebung auch noch richtig schick aus, was leider nicht bei den Texturen der Spielfiguren zutrifft - diese sehen leider etwas unscharf aus. Was die Effekte angeht, wurde nicht gespart. So bekommt ihr wunderschöne Verlauf-Effekte nach den Flashbacks zu sehen. Allerdings ist der Grafikstil dennoch Geschmacksache, ähnlich wie beim aktuellen Zelda-Teil. Ein 60 Hz-Modus gibt es zwar keinen, dennoch läuft das Spiel so gut wie immer flüssig.

Sound: 

Passend zum Spielgeschehen erwarten euch Hintergrundmelodien, die an ältere Krimifilme aus dem TV erinnern. Was die Sprachausgabe angeht hat sich Ubisoft nicht lumpen lassen und bekannte Größen des Filmbusiness an Land gezogen, damit ihr euch in der deutschen Version kein englisches Gestammele anhören müsst. Die Waffensounds klingen überzeugend und sollte mal eine Granate neben euch explodieren, seid ihr für kurze Zeit taub.

Steuerung: 

Spiele dieses Genres sind, wie bereits allgemein bekannt, nicht gerade für den GameCube-Controller geeignet. Dennoch haben die Entwickler eine gute Tastenbelegung gefunden, welche sich aber leider nicht nach eigenem Belieben verändern lässt. Die Abfrage ist dafür sehr genau und ihr stürzt nicht ausversehen von einer Klippe in euer Verderben.

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Fazit: 

Wer einen Ego-Shooter mit flottem Gameplay und außergewöhnlicher Grafik sucht, der ist mit diesem Titel genau richtig beraten. Sollte euch der etwas happige Schwierigkeitsgrad nicht stören, bekommt ihr einen der besten Ego-Shooter des Jahres für eure Konsole.

Ein Wort in eigener Sache zum Schluss:
Es sei ein großes Dankeschön an die Presse-Abteilung von Ubisoft ausgesprochen, die uns ein Presse-Exemplar dieses Spieles zukommen ließen.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ außergewöhnliche Grafik
+ deutsche Sprachausgabe

- teils schwer

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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